Oak
Jeder Tierfreund, der sich einen Hund zulegen möchte, der für eine bestimmte Arbeit gezüchtet wurde, sollte sich darüber im klaren sein, was unter Umständen auf ihn zukommen kann:
Als Beispiel seien hier die Schlittenhunde angeführt, die seit Hunderten von Jahren speziell für eine sehr schwere Arbeit unter harten klimatischen Verhältnissen gezüchtet werden.
In solchen Hunden wohnt auch heute noch, selbst wenn sie schon seit einigen Generationen "nur" als Familienhunde gehalten werden, ein eiserner Wille, ein starker Trieb, Aufgaben zu bekommen und zu arbeiten. Für solche Hunde ist es ein sehr hartes Los, ohne Beschäftigung zu sein, und oft suchen sie sich dann selbst eine Arbeit, weil sie die Langeweile einfach nicht ertragen können. Selbst wenn sie nur den Garten von einer Ecke zur anderen gründlich umgraben, und dann wieder von vorn anfangen, ist das für Sie noch immer besser, als nur herumzuliegen.
Solche Hunde sind ein typisches Beispiel für den Oak-Charakter. Sie sind nur glücklich, wenn sie ganz von einer Tätigkeit ausgefüllt sind.
Manche Papageien nagen den lieben langen Tag einen dicken Ast nach dem anderen durch und geraten ganz aus dem Gleichgewicht, wenn man ihnen die Möglichkeit entzieht, sich zu beschäftigen.
Auch Hamster haben oft ein solches Naturell: Das Wichtigste in ihrem Leben ist die Arbeit. Gerät so ein Tier aus dem gesunden Gleichgewicht, dann kann man fast den Eindruck gewinnen, dass es besessen von seiner Beschäftigung ist. Nichts anderes findet mehr Platz in seinem Leben, Futter und Wasser werden vergessen.
Katzen, die nicht unfruchtbar gemacht wurden, steuern recht häufig mit der Zeit in eine Dauerrolligkeit hinein: Sie sind nur noch von dem Willen nach einem Kater besessen, werden unsauber, schreien fast ohne Pause und machen einen regelrecht hysterischen Eindruck.
Oak als Basistherapie kann aus solchen Tieren wieder ausgeglichene Hausgenossen machen: Die Eifrigkeit und Arbeitsfreude bleiben zwar erhalten, aber die Tiere sind wieder fähig, sich zu entspannen, nach dem Fressen in Ruhe zu verdauen und auch einmal eine Zeitlang zu faulenzen, wenn es wirklich einmal nichts zu tun gibt.
Typische Krankheiten für solche Tiere sind Verspannungen und nachlassende Elastizität. Die Tiere werden vorzeitig steif und bewegungsunlustig. Allerlei krankhafte Veränderungen am Skelett treten auf, ebenso Durchblutungsstörungen.
Eine Dauerbehandlung mit Oak kann ein alterndes Tier wieder beweglich und lebenslustiger machen, und ihm vor allem die Verbissenheit, mit der alle Handlungen durchgeführt werden, nehmen.