Zubereitung, Dosierung und Eingabe der Bach-Blütenessenzen

 

Zunächst müssen einige Begriffe erklärt werden, die immer wieder vorkommen:

Die Behandlung akuter Krankheiten oder geringfügiger Störungen erfolgt durch eine Kurzzeittherapie. Sie dauert zwischen 1 Tag und 2 Wochen, je nach Notwendigkeit. Auch die vorbeugende Behandlung ist meist nur für wenige Tage nötig, beispielsweise die Vorbereitung eines Hundes auf einen Aufenthalt in einer Hundepension, um ihm das Heimweh zu ersparen.

Chronische Erkrankungen und schon länger bestehende Verhaltensstörungen benötigen eine Dauertherapie zwischen 3 Wochen und - in Extremfällen - 1 Jahr dauern kann. Oft ist im Laufe der Behandlung eine Neubestimmung der Blütenkombination nötig, weil viele unterdrückte Symptome durch die Therapie wieder zum Vorschein kommen können und dadurch ebenfalls einer Heilung zugänglich werden.

Angeborene und / oder Störungen der Gesundheit und des Verhaltens werden mit einer Basistherapie behandelt. Bei dieser wird ebenso viel Zeit wie bei der Dauertherapie benötigt. Aber es sind meist weniger verschiedene Essenzen der Kombination vorhanden; auch ein Wechsel zwischen verschiedenen Kombinationen ist weniger häufig.

So zum Beispiel bei dem Basismittel gegen die Angst - Mimulus - braucht seine Zeit, um ein von Geburt an ängstliches Naturell ins Gleichgewicht zu bringen. Es kann aber sein, dass die Mimulus-Angst, nämlich vor konkreten Gegenständen oder Situationen, sich im Laufe der Therapie in eine Aspen-Angst verändert. Das Tier hat seine Angst vor bestimmten Dingen überwunden, aber es fürchtet sich nun manchmal ohne ersichtlichen Grund. In einem solchen Fall wird die Behandlung mit Mimulus abgeschlossen und eine Mischung, die Aspen enthält, oder wenn angebracht, auch nur Aspen allein, eingesetzt.

In sehr seltenen Fällen ist eine heftige Reaktion auf die erste Eingabe einer Blütenmischung zu beobachten. Crab Apple kann zum Beispiel Durchfall verursachen. Dann kann entweder die Dosierung für kurze Zeit etwas herabgesetzt werden, oder der Kombination werden Notfalltropfen hinzugefügt.

Die Anschaffung eines kompletten Bach-Blütensatzes ist nicht ganz billig. Man kommt allerdings mehrere Jahre damit aus. Ob sich für Sie diese Ausgabe lohnt, oder ob Sie lieber von Fall zu Fall die einzelnen Essenzen in der Apotheke besorgen und sich auf diese Weise mit der Zeit eine Kollektion von Essenzen aufbauen, müssen Sie selbst entscheiden.

Die Bach-Blüten, die Sie käuflich erwerben können, die sogenannten Stock Bottles, sind Konzentrate. Es ist sinnvoll, wenn Sie sich eine Anzahl von 10-, 20-, 50- und 100- Milliliter-Fläschchen besorgen, mit einem Pipetten- oder Tropfereinsatz. Die kleineren Fläschchen werden zur Zubereitung von Mischungen benötigt, die man zur Kurzzeittherapie einsetzt; die grösseren Fläschchen dienen zur Bereitung von Mitteln für die Dauer- oder Basistherapie.

Grundsätzlich können Sie sich an dieses Prinzip der Zubereitung halten: Auf 10 Milliliter Wasser kommen je 2 Tropfen von jeder Blütenessenz. Die Notfalltropfen werden als eine Essenz angesehen, aber sie werden in doppelter Konzentration zugefügt. 

Nehmen wir also an, Sie wollen eine Kombination von 5 Essenzen in einer 20- Milliliterflasche ansetzen. Sie geben dann von jeder Essenz 4 Tropfen in das Fläschchen. Sind die Notfalltropfen dabei, dann brauchen Sie von diesen 8 Tropfen, denn das Fläschchen fasst ja 20, also 2mal 10 Milliliter. Bereiten Sie ein 100- Milliliter- Fläschchen zu, brauchen Sie von jedem Mittel 20 Tropfen, von den Notfalltropfen 40. Das ist gewissermassen das Grundrezept. Diese Aufbereitung ist zur innerlichen Anwendung gedacht. Wenn Sie eine Waschung, ein Bad, eine Einreibung oder einen Verband machen möchten, dann geben Sie pro Liter Wasser 20 Tropfen aus der Stock-Bottle.

Ein Fläschchen mit zubereiteter Notfalltropfenverdünnung sollte immer griffbereit in der Nähe des Tieres untergebracht sein, ein weiteres im Auto oder Handgepäck. Wird eine Blütenmischung voraussichtlich 2 oder 3 Wochen lang oder kürzere Zeit benutzt, ist es bei der Behandlung von Tieren nicht nötig, diese Lösung zu konservieren. Notfalltropfen allerdings, die ja längere Zeit stehen, sollt mit etwa 1/3 hochprozentigem Alkohol und 2/3 Wasser angesetzt werden, damit sie sich nicht mit der Zeit in eine Bakterienbrühe verwandeln.

Das gleiche gilt auch für Mischungen, die vielleicht monatelang im Einsatz sein werden. Der Alkohol erschwert die Eingabe der Tropfen etwas, weil Tiere im allgemeinen eine sehr gesunde Abscheu vor dem Geruch haben. Nach kurzer Zeit an der Luft verfliegt dieser allerdings. Sie können Ihrem Tier die aufbereiteten Mittel entweder ins Trinkwasser geben, was aber nur sinnvoll ist, wenn es auch regelmäßig - kontrollierbar - getrunken wird, oder ins Futter geben bzw. auf die Zunge tropfen. Dabei haben Sie die Sicherheit, dass das Tier zur richtigen Zeit die richtige Menge des Mittels bekommt. Außerdem können Sie einen kleinen Leckerbissen damit beträufeln und dann, bei Hund und Katze oft sehr erfolgreich, die Sache regelrecht spannend machen, damit das Tier den Happen auch nimmt.

Die Häufigkeit der Eingabe richtet sich nach der Art Krankheit. Als Faustregel gilt hier: je akuter die Krankheit, desto häufiger die Einnahme. Einem verunglückten Tier können Sie alle 10- 15 Minuten die Notfalltropfen verabreichen, etwa 5 Tropfen. Bei chronischen Erkrankungen und bei der Behandlung von Verhaltensstörungen geben Sie 1- oder 2mal täglich 5 - 10 Tropfen.

Eine Überdosierung ist für das Tier zwar niemals gefährlich, aber sie nützt auch nichts, denn die Essenzen geben dem kranken Organismus lediglich einen Impuls, eine Information. Wenn Sie sich Gesundheit als eine senkrecht stehende Stange vorstellen, die im Fall einer Störung aus dein Gleichgewicht gerät und zu schwanken beginnt, dann können Sie sich die Wirkung der Bachblüten wie eine zarte Stütze vorstellen, die - bei richtiger Auswahl der Kombination - die Stange an genau den Stellen stützt, wo das Gleichgewicht gestört ist.

Ausschlaggebend für die Wirksamkeit ist die Regelmäßigkeit der Impulse, also der Eingabe des Mittels, nicht die Menge. - Aus einem Text entnehmen Sie Informationen; um sich diese einzuprägen, müssen Sie den Text in bestimmten Abständen immer wieder lesen. Es nützt Ihnen nichts, wenn Sie den Text gleich mehrmals vorliegen haben, denn es steht ja auf jedem Blatt dasselbe. - Soviel zur Verdeutlichung der Wirkungsart der Bach-Blüten. Wenn es wirklich große Schwierigkeiten macht, ein Tier mit dem nötigen Bach-Blütenmittel zu behandeln, kann die angebrachte Anzahl an Tropfen auch auf den Scheitel geträufelt werden, wobei man mit streichelnden Bewegungen die Flüssigkeit etwas einmassiert. Verblüffenderweise wirken die Mittel hier fast so intensiv wie bei der innerlichen Anwendung.