Agrimony
Agrimony ist die Blüte der Maske. Hinter einer Fassade von Unbeschwertheit wird verborgen, wie es innen aussieht. Tiefgehende Beziehungen werden vermieden, die Oberflächlichkeit kultiviert und Krankheit oder Leiden verheimlicht.
Damit kommt Agrimony für Verkrampfungen und Verstopfungen in Frage, ausserdem als ein Konstitutionsmittel für Vögel. Diese können dem Menschen ein Unwohlsein kaum übermitteln, weil ihr Körperbau und ihr Gesicht nur begrenzte Möglichkeiten dafür zulassen.
Für kranke Goldhamster ist es gut geeignet, weil sie Einzelgänger und daher in ihrer Gestik sehr ausdrucksarm sind.
Angebracht ist es auch für sehr hoch gezüchtete Rassetiere, die sich in ihrem Erscheinungsbild durch Züchtung sehr weit von ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild entfernt haben, also zum Beispiel Perserkatzen und Pekinesen. Denn oft zwingen die genetischen Veränderungen solche Tiere, in ihrer Gestik auf den Menschen ganz anders zu wirken, als sie sich wirklich fühlen. Man denke nur an die bedächtige Ruhe, die Perserkatzen ausstrahlen. Wenn ein solches Tier wegen Leibschmerzen "bewegungsunlustig" wird, fällt das kaum auf, bis aus dem Unwohlsein eine Krankheit geworden ist.
Vögel, die im Schwarm gehalten werden, versuchen fast immer, ein Unwohlsein oder eine Wunde vor den Artgenossen zu verbergen, aus Furcht, von ihnen ausgestossen zu werden. Daher bemerkt auch der Tierhalter solche Beeinträchtigungen oft erst, wenn der Zustand des Vogels nicht mehr erlaubt, dass es sich viel bewegt oder noch frisst. Aus diesem Grund kann Schwarmvögeln hin und wieder etwas Agrimoy ins Trinkwasser gegeben werden. Es stabilisiert die Gesundheit der Tiere und sorgt für ein harmonisches soziales Gefüge.